Die frühen Ursprünge des Black Jack
In Europa wurden um 1600 die ersten 52-Karten-Decks bekannt und in Frankreich sind um 1700 Anfänge des “Blackjack” als Abkömmlinge des “chemin de fer” unter der Bezeichnung “vingt-et-un” aufgekommen. Das heutige Black Jack hat sich recht weit von den Spielen entfernt, deren Ursprünge im Mittelalter angenommen werden. In der Geschichte des Black Jack gibt es keine belegbaren Nachweise über die Herkunft des Spiels, man bewegt sich in diesem Bereich im Reich der Spekulationen und des Halbwissens. Es wird aber mit ziemlicher Sicherheit angenommen, dass Black Jack aus verschiedenen ähnlichen Spielen zusammengesetzt wurde. Der Name „Blackjack“ entstammt einer Sonderregel. Diese Sonderregel gehört zwar mittlerweile der Vergangenheit an, aber derzufolge bekam derjenige Spieler, dessen erste zwei Karten aus Pik Bube und Pik As bestanden, einen zusätzlichen Gewinn zugesprochen. Mittlerweile ist dies aber nicht mehr gültig.
Quinze, One-and-Thirty, Trente-et-Quatre, Vingt-et-un, Seven-and-a-Half und Baccarat sind mögliche Ursprünge des Black Jack. Diese Spiele haben alle eines gemeinsam und können so auch in einem online Casino gespielt werden. : Die Spieler müssen eine feste Punktzahl erreichen, um zu gewinnen. Aber auch das heutige Black Jack hat verschiedene Variationen und Stilrichtungen.
Standardisierte Kartenspiele wurden 1440 erstmalig von Johann Guttenberg in Deutschland gedruckt. Kartenspiele wurden anfangs meist unter Reichen und Adeligen populär. Die meisten neuen Spiele dieser Zeit brauchen eine bestimmte Anzahl an Spielern, da sie auf einer bestimmten Art der Kartenzählung basierten. Baccara zum Beispiel wurde zuerst in den Anfängen des 15. Jahrhunderts in Italien gespielt und 9 Spieler waren dafür notwendig. Ein anderer Black Jack Vorgänger, „Seven-and-a-Half“ genannt, wurde zu acht, neunt oder zehnt gespielt, – Bildkarten zählten als halbe Karten. Dies war das erste Spiel, in dem der Spieler automatisch „pleite ging“, wenn das Blatt die erforderliche Zahl „Seven-and-a-Half“ überschritt.
Ein anderes Kartenzählspiel, welches im späten 16. Jahrhundert aufkam und zu den historischen Wurzeln von Black Jack zählte, war ein spanisches Spiel namens „One and Thirty“. Bei diesem Spiel erhielten die Spieler 3 Karten. Weitere 3 „Gemeinschafts-“Karten wurden in die Mitte des Tisches gelegt. Jeder Mitspieler konnte eine eigene Karte gegen eine Gemeinschafts-Karte tauschen, – solange bis alle Spieler zufrieden waren. Die Karten wurden gezählt und die Punkte nach der Augenzahl vergeben. Ziel des Spiels war es 31 Punkte zu erreichen.
Eine Reihe französischer Spiele kann man ebenfalls zu den Wurzeln des Black Jack zählen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Spiel „Quinze“ sehr populär. Bei diesem Spiel mussten 15 Punkte erreicht werden. Ein weiteres Spiel namens „Trente-et-Quarante“ wurde mit sechs Kartenstapeln gespielt, aus denen der Dealer eine Reihe schwarzer und eine Reihe roter Karten bildete, auf die die Spieler setzen konnten. Wenn die Reihe über dreißig Punkte zählte, wurde sie geschlossen und derjenige unter den Spielern, der den 31 Punkten am Nächsten war, gewann die Einsätze.
Der nächste Anwärter auf den Titel „Urvater des Black Jack“ ist zweifellos das französische Kartenspiel „Vingt-et-Un“ (21). Das ursprüngliche Vingt-et-Un wurde sehr unterschiedlich gespielt, aber bei allen war das Spielziel ‚natürliche’ 21 Punkte zu erreichen. Natürliche 21 Punkte wurden erreicht, wenn der Spieler ein Ass (11 Punkte) und eine 10 erhält. In der früheren Form des Spiels wurden die Karten in Runden ausgegeben, gefolgt vom Setzen in jeder Runde. Nur die Bank hatte das Recht zu verdoppeln. Wenn die Bank ein „Natürliches“ bekam, mussten die Mitspieler dreifach zahlen.
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