Intel Deutschland-Chef: »größeres iPhone« mit Intel-Chip kommt (oder doch nicht?)

Laut einem gestrigen Bericht von ZDNet hat Intels Deutschland-Geschäftsführer Hannes Schwaderer am Abend bestätigt, dass es ein iPhone mit Intels neuem Atom-Chip geben wird. Das Gerät sei etwas größer als die aktuelle Variante, so Schwaderer - das liege allerdings nicht am Intel-Chip, sondern an dem größeren Display mit 720 mal 480 Bildpunkten, das in dem neuen iPhone zum Einsatz kommt. Das iPhone in der aktuellen Bauform werde es weiterhin geben.

Es ist im Grunde schwer vorstellbar, dass einem leitenden Intel Manager eine solche Information zu einem geheimen Apple Produkt versehentlich herausrutscht - es könnte sich daher um ein “Missverständnis” handeln. Die Meldung wurde gestern abend von ZDNet.de als einziger Quelle veröffentlicht und zunächst von Intel nicht dementiert. Bis das Zitat von weiteren Ohrenzeugen bestätigt wurde, sollte man es mit Vorsicht geniessen.

Im September 2007 kursierte ein Gerücht, nach dem Apple eine »Antwort auf den ultra-mobile PC« um die Jahresmitte 2008 herum auf den Markt bringen werde. Anfang 2008 wurden die Gerüchte detaillierter: es handele sich um einen »Computer-/Handy-Hybriden«, der »größer sein soll als das iPhone«, Multi-Touch 2.0 sowie einen »besseren Prozessor« besitzen und Mitte des Jahres auf den Markt kommen soll. Zur CeBIT im März wurde dann Intels sparsamer Ultra Mobile-Prozessor »Atom« (früher Silverthorne, bis zu 1,8 GHz, TDP von 0,6 bis 2,5 Watt) als Herzstück des iPhones der zweiten Generation bzw. eines Tablet Mac/PDA genannt.

Aber: Intel hat zwischenzeitlich die in dem gestrigen ZDNet-Bericht zitierten Aussagen von Geschäftsführer Hannes Schwaderer über zukünftige iPhone-Modelle dementiert. Schwaderer habe lediglich generelle Bemerkungen zu möglichen Mobile Internet Devices (MIDs) gemacht und nicht über zukünftige iPhone-Modelle spekuliert. Das Apple iPhone sei lediglich als Beispiel von kleinen Internet-Zugangsgeräten in diesem Zusammenhang genannt worden. “Intel weiß nichts über zukünftige Produkte anderer Hersteller und kann demnach darüber auch nichts sagen”, sagte Pressesprecher Mike Cato gegenüber ZDNet.de.




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