Laser In Situ Keratomileusis - Es werde Licht

Last update: Apr 24, 2008

Der eine oder andere mag sich evtl. gefragt haben, wo ich eigentlich vier Tage war oder was ich getrieben habe, dass ich nicht mal einen online Zugang hatte. Die Erklärung ist ganz einfach: Ich habe Licht ins Dunkel bringen lassen - ich habe mich einer LASIK Augenoperation unterzogen.

Bei einer Sehschwäche von -6 bzw. -7 Dioptrien und über 23 Jahren exzessiven Kontaktlinsentragens, fängt man irgendwann an über Alternativen nachzudenken. Kontaktlinsen habe ich immer schlechter vertragen und Brillen sind auch in vielen Fällen keine wirkliche Alternative (beim Sport z.B. finde ich sie störend). Aber bei effektiven 3% (!!!) verbleibender Sehkraft (”Kraft” ist hier wohl der falsche Ausdruck) ist man sonst zu völliger Orientierungslosigkeit verdammt. Bereits seit über 10 Jahren gehe ich daher mit der Idee schwanger, mich einer LASIK OP zu unterziehen. In der Vergangenheit war es vor allem eine Frage der Kosten und auch ein Bisschen “schaumermal, wie sich das so entwickelt”. Aber jetzt war die Zeit einfach reif und ich hab mich unter´s Messer - oder besser: unter den Laser - gelegt.

Eins gleich zu Anfang: Ich kann das nur jedem, der eine Sehschwächenkorrektur in Erwägung zieht, wärmstens empfehlen!

Nachdem ich mir mehrere LASIK-Zentren angeschaut habe und mich spontan für das entschieden habe, bei dem ich das beste Gefühl hatte, nämlich für City Lasik in Bad Homburg, vergingen nur wenige Wochen bis zur Operation. Bereits beim kostenlosen Beratungsgespräch wurde eine intensive Untersuchtung durch eine Augenoptiker-Meisterin und anschließend durch (den später behandelnden) Augenarzt vorgenommen, um die sinnvollste Methode herauszufinden. ich hatte das Glück, derart gute Voraussetzungen mitzubringen, dass für mich die einfachste und sogar preiswerteste Methode geeignet war.

Der Tag der OP lief sehr entspannt ab. Eine halbe Dormikum (Beruhigungstablette) um meine Euphorie etwas zu bremsen und dann ab in den OP. Wie die Behandlung als solches in etwa abläuft, kann man ganz gut in dem Video sehen (ist allerdings nicht mein Auge und auch nicht in der Klinik aufgenommen, in der ich behandelt wurde, sondern zeigt nur grundsätzlich wie es abläuft). Nachdem das erste Auge erledigt war, war eine Viertelstunde Ruhepause angesagt. Der komplette OP wurde neu sterilisiert und füs das zweite Auge vorbereitet. Das ist durchaus nicht selbstverständlich. In den meisten Fällen werden beide Augen in einem Aufwasch erledigt. Das war mir persönlich schon immer etwas unheimlich, weil ich eben (wie wohl die meisten Menschen) nur zwei Augen habe. Und auch wenn sie schlecht sind, sind es doch die Einzigen. In der Wartezeit erfreute ich mich daran, dass ich bereits diverse Beschilderungen entziffern konnte, die ich vorher nicht lesen konnte.

Nebenbei sei erwähnt, dass die OP vollständig schmerzfrei ist. Man spürt nicht mal einen Druck oder ähnliches. Nach der OP brennen die Augen für ein oder zwei Stunden etwas und man hat ein gewisses Fremdkörpergefühl von der Schutzlinse - also nichts, was einen Kontaktlinseträger in irgend einer Weise ernsthaft stören könnte. Nachdem das zweite Auge versorgt war, ging es direkt zu Sehtest. Nur noch mal zur Erinnerung: Ich ging mit 3% Sehkraft in den Ring. Die Erwartung lag bei 20 - 30% und wurde mit 50% weit übertroffen. Dann ging es nach hause, erst mal ausruhen und die Augen schonen. Nachts trägt man dann entweder Abdeckschalen, oder wie ich eine Snowboardbrille, damit man nicht aus Versehen die Augen reibt, was man tunlichst während der ersten Wochen nach der OP vermeiden sollte. Am nächsten Tag bei der Nachuntersuchung wird die Schutzlinse, die man während der ersten 24 Stunden trägt, entfernt und meine Sehleistung lag bereits bei ca. 90% (erwartet waren etwa 70%). Einen weiteren Tag später lag meine subjektive Sehleistung bereits bei 100%.

Das Ganze pendelt sich jetzt in den nächsten 4 - 6 Monaten ein und verändert sich danach im Grunde nicht mehr. In der Zeit verschwinden auch die temporären, kleineren “Nebenwirkungen” wie Blendeffekte bei Nacht (Halos) oder teilweise Lichtempfindlichkeit (z.B. am Computermonitor).

Fazit: Das hätte ich schon viel früher machen sollen. Es ist ein unglaubliches Stück Lebensqualität, dass ich mir da für relativ überschaubare 1.790,- EUR erkauft habe. Uneingeschränkt empfehlenswert.

AKTUALISIERUNG VOM 24.04.2008:
Es sind nun ca. 2 Monate vergangen und ich bin nach wie vor höchst zufrieden mit dem Ergebnis. Die “Halos” haben bereits deutlich nachgelassen und ich gehe davon aus, dass das noch besser wird.

Bei der Untersuchung, die knapp 5 Wochen nach der OP durchgeführt wurde hatte ich erst bei 140% Probleme alles einwandfrei zu erkennen. 120% waren relativ problemlos erkennbar. Ich bin begeistert :-)

Mehr Info dazu bei Wikipedia




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